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CrowdMusicVideo für Pea & the Pees Live im KOHI Karlsruhe

 

Ihr kennt das doch auch, die nervigen Smartphone Displays vor eurem Gesicht beim Konzert Eurer Lieblingsband! Ich will die Live sehen, nicht durch dein Smartphone. Meine Gedanken gingen weiter, ich habe von den ersten Künstlern erfahren, die Filmen und Fotografieren auf den Konzerten verbieten wollen, wegen Stimmungskillen (The Yeah Yeah Yeahs, hier lesen) und natürlich ist es so, dass man während dem Filmen die Band und die Musik gar nicht aufsaugen und genießen kann. Man konserviert das Erlebnis auf Speicherkarte, nicht im eigenen Körper. Und der Inhalt der Speicherkarte landet auf der Festplatte und von dort wird er meist nicht mehr angeschaut. Deine Erlebnisse sind futsch, gelöscht, nicht in deinem Körper, nicht in deiner Erinnerung. Pech gehabt.

Als wir dann zum ersten mal die Idee hatten von Pea and the Pees ein Livemitschnitt zu machen, haben wir uns in der Entwicklung und Vorbereitung zu diesem Clip mit dieser Thematik beschäftigt und nach vielen Überlegungen kam das Konzept des CrowdMusikVideos heraus.

Ich wollte genau das, was mich eigentlich nervt an Konzerten, für die Arbeit an diesem Film nutzen!

Selbst bei einem Konzert mit nur 100-150 Leute wird gefilmt und ich wollte diese CrowdPower nutzen. Aber gezielt, bei nur einem Track. Ich hatte die Hoffnung, dass eine gewisse Magie in dem CrowdMusicVideo zu spüren ist. Es wird trashig sein, man kennt es aus YoutubeLiveVideoMitschnitten, aber beim CrowdMusicVideo werden viele Einstellungen & Perspektiven zu sehen sein. Das ist ungewöhnlich und entspricht nicht den Sehgewohnheiten beim Zuschauer. Mein Vertrauen an die Crowd war grenzenlos und wurde nicht enttäuscht.

Allerdings waren ein paar nicht unwesentliche Vorbereitungen nötig. Die Pees erklärten beim vorletzten Song, dass nun alle diesen mitfilmen können und später am Merchandise Stand werden die von allen Kamerakindern die Clips eingesammelt. Dazu musste ich viele Anschlusskabel und einen mobilen W-LAN Hotspot mitbringen, um jedem der wollte die Möglichkeit zu geben. Der Saal wurde hell gemacht, um möglichst viel Licht auch für die schlechten Kameras zu erhalten. Ich hätte sonst wahrscheinlich nur Bühnen Clips erhalten, keine Zuschauer, die sind jetzt sogar noch recht dunkel. Als Roter Faden für das CrowdMusicVideo installierte ich 2 Tablets jeweils an den Mikrofonständern des Drummers und der Sängerin. Die Audiospur haben wir mit einem Aufnahmegerät von der Saaldecke abgenommen.

Ja, und dann Action und im Anschluss einsammeln, schneiden, schneiden, schneiden…

Idee, Durchführung und Schnitt Paula & Thorsten Belzer

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